WIR III

Projekt WIR

Im März 2018 startete das IOM Landesbüro für Österreich das Projekt „WIR“, das tschetschenische Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Identität und der Integration in Österreich unterstützen sollte, mit dem übergeordneten Ziel, der Radikalisierung junger Tschetschen/innen präventiv entgegenzuwirken.

Das Pilotprojekt „WIR: Workshops zur Integration und Radikalisierungsprävention“ wurde von März 2018 bis März 2019 in enger Kooperation mit dem Verein Großes Schiff und Akteur/innen im Bereich der Jugendarbeit mit zwei Burschengruppen in Linz und in Wien durchgeführt.

Die zweite Phase des Projekts baute auf den Resultaten der Pilotphase auf und legte entsprechend der Community artikulierten Bedarf einen besonderen Fokus auf Mädchen und junge Frauen aus der tschetschenischen Community.

Nach drei Jahren der Umsetzung besteht weiterhin der Bedarf, die Resilienz der Jugendlichen aus der tschetschenischen Community zu stärken. Weiters können die bisherigen Erfahrungen genutzt werden, um die Zielgruppe zu erweitern und auch Jugendliche aus anderen migrantischen Communities einzubeziehen, und auch deren Resilienz zu stärken. Dabei werden alle bei der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützt und das gegenseitige Verständnis innerhalb der Gesellschaft wird gefördert. Damit soll das übergeordnete Ziel erreicht werden.


WIR III: „Workshops zur Integration und Räume der Begegnung“

Seit Januar 2021 implementiert das IOM Landesbüro für Österreich die dritte Phase des Projekts WIR.

In dieser dritten Phase werden weiterhin verstärkt Mädchen angesprochen und es wird ein geschützter Raum geboten, in welchem sie in Workshops ihre Identität sowie weitere Themen der Teilhabe reflektieren und Medienkompetenzen lernen. Sie sollen einen Raum erleben, in dem ihre Meinung zählt und in dem sie gestärkt werden, an der Gesellschaft teilzuhaben, etwa durch die Produktion von Medienprodukten. In diesen „Räumen der Begegnung“ sollen Jugendliche aus verschiedenen Communities die Gelegenheit bekommen, sich zu begegnen und gemeinsam über ihre multiplen Identitäten zu reflektieren. Zu diesem Zweck werden engagierte Personen aus den Communities gestärkt, um als interkulturelle Mediator/innen zu agieren und die Workshops in Co-Teaching Teams durchzuführen. Gleichzeitig sollen relevante Stakeholder die Gelegenheit haben, zum Prozess beizutragen und sich auch über ihre eigene Arbeit in dem Bereich auszutauschen.

In Workshopreihen sollen Wissen über das Herkunftsland und über Österreich, sowie Medienkompetenzen und soziale Fertigkeiten in den Bereichen interkulturelle Kommunikation und Konfliktbewältigung vermittelt werden. Dabei bleibt der Raum für Reflexion und Austausch vordergründig und stellt den Lernrahmen dar.


Eckdaten:

  • Durchführungsorte: Wien und Graz
  • Projektdauer: 1.1.-31.12.2021


Aktivitäten:

  • Erweiterung und Fortführung der bereits bestehenden Stakeholdergruppen
  • Auswahl und Ausbildung interkultureller Mediator/innen, die selbstständig Angebote an die Community stellen können und als Ansprechperson sowohl für die Community als auch für die Mehrheitsgesellschaft verbleiben (Brückenfunktion)
  • Kooperation mit der Jugendarbeit
  • Abhalten der Workshopreihen in Zusammenarbeit mit geschulten interkulturellen Mediator/innen
  • Auswahl von jungen Multiplikator/innen (vorrangig ehemalige Projektteilnehmer/innen), welche Workshops in Schulen durchführen werden
  • Erstellung individueller Medienprodukte im Rahmen der Workshops
  • Öffentliche Abschlussveranstaltung, in der die Jugendlichen ihre Ergebnisse aus den Workshops präsentieren


Die Kurzbeschreibung des Projekts steht zum Download zur Verfügung.


Die Filme, die im Rahmen der Projektphasen bis dato produziert wurden, finden Sie auf dem IOM YouTube Channel sowie auf DorfTV und OktoTV unter folgenden Links:

Weiters kann die Aufnahme des Abschlussevents 2020 auf OktoTV abgerufen werden, darin erzählen Teilnehmerinnen unter anderem, wie sie von der Projektteilnahme profitiert haben.

 

Kontakt für weitere Informationen:

Ondine Delavelle, 01/ 585 33 22-14, odelavelle@iom.int

Marlit Schardt, 01/ 585 33 22-19, mschardt@iom.int

Instagram: wir_projekt  

 

 

Dieses Projekt wird durch das Bundeskanzleramt der Republik Österreich finanziert und von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) durchgeführt.