Datenerhebung zu Vertriebenen aus der Ukraine in Österreich mit Fokus auf Risikofaktoren im Bereich des Wohnens

Mit der Aktivierung der Richtlinie über den vorübergehenden Schutz (2001/55/EG) hat die Europäische Union eine Regelung eingeführt, die Personen, die nach Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 aus der Ukraine geflohen sind, eine Aufenthaltserlaubnis sowie Zugang zu Sozialleistungen, Bildung, Beschäftigung und Gesundheitsversorgung gewährt. Mit Stand Dezember 2022 gab es 87.570 Personen mit vorübergehendem Aufenthaltsrecht in Österreich.

Das System der Grundversorgung bietet sofortige Unterstützung und eine Unterkunft. Im Gegensatz zu AsylwerberInnen, für die das System ursprünglich geschaffen wurde, lebt die Mehrheit der Vertriebenen aus der Ukraine in privaten Unterkünften. Dies bringt besondere Herausforderungen und potenzielle Vulnerabilitäten mit sich. 

Aktivitäten

Im Jänner 2023 führte IOM Österreich in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) eine Befragung von Vertriebenen aus der Ukraine mit Wohnsitz in Österreich durch (Die Befragung war Teil einer größeren Paneldatenerhebung. Weitere Informationen finden Sie hier – die Gesamtauswertung wird demnächst vorliegen –  und hier).

Ziel dieser nicht-repräsentativen Onlineumfrage war es, Risikofaktoren für Gewalt, Ausbeutung oder Missbrauch bei Unterbringung in privaten und öffentlichen Unterkünften zu identifizieren. Anschließend werden die erhobenen Daten mit Hilfe des Modells der Vulnerabilitätsfaktoren von MigrantInnen analysiert und in einem Umfragebericht aufbereitet.

Die Presseaussendung zur Veröffentlichung des Umfrageberichts am 20. September 2023 finden Sie hier.

Kontakt

Mag.a Saskia Heilemann
Internationale Organisation für Migration (IOM)
Landesbüro für Österreich
Nibelungengasse 13/4
1010 Wien

Tel: +43 (0)1 585 33 22-17
E-Mail: sheilemann@iom.int